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Finanzierung


Annuitätendarlehen

Annuitätendarlehen sind langfristiges Bankdarlehen mit (während der Zinsbindung) gleichbleibenden Raten, die sich aus Zinsen und Tilgung (= Annuität) zusammensetzen.

Zinsbindung:
Variable Zinsen oder Zinsbindung von z.B. 10, 15 oder 20 Jahren (bei wenigen Anbietern auch über die gesamte Laufzeit)

Sondertilgungen:
Bei variablen Zinsen jederzeit mit 3 monatiger Kündigungsfrist möglich; bei Darlehen mit vereinbarter Zinsbindungsfrist nur, wenn Sondertilgungen ausdrücklich vereinbart wurden

Fazit:

Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Finanzierungsform von selbstgenutztem Wohneigentum; bei entsprechender Zinsbindung ergibt sich eine gleichbleibende monatliche Belastung mit genau kalkulierbarer Restschuldentwicklung


Volltilger-Darlehen

Als Volltilgerdarlehen bezeichnet man ein “normales” Annuitätendarlehen, das in der gewählten Zinsbindung vollständig zurückgezahlt wird. Der Tilgungssatz des Darlehens wird also auf die gewünschte Gesamtlaufzeit angepasst. Für diese schnelle Tilgung geben einige Banken dann einen Zinsrabatt.

Zinsbindung:

Volltilgerdarlehen sind in der Regel mit einer Zinsbindung von 10 und 15 Jahren möglich. Am gebräuchlichsten ist eine Zinsbindung von 20 Jahren, da hier die monatlich Belastung überschaubar ist.

Sondertilgungen
:
Bei einem Volltilgerdarlehen räumen die Banken einen Zinsrabatt ein und schließen zusätzliche Sondertilgungen meistens aus. Das hängt mit der Kalkulation der Laufzeit zusammen, die sich bei Sondertilgungen ändern würde.

Fazit:

Nach Ablauf der Zinsbindung besteht somit keine Restschuld mehr und somit entfällt auch das Zinserhöhungsrisiko. Durch die kurze Kreditlaufzeit spart der Darlehensnehmer Kosten in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Eine Reduzierung des Tilgungssatzes ist während der Zinsbindung nicht möglich und somit ist das Darlehen relativ unflexibel.

 

Konstant-Darlehen

Konstant-Darlehen sind von ihrer Wirkung her nichts anderes als Volltilgerdarlehen mit einer extrem langen Zinsbindung von bis zu 30 Jahren. Durch die längere Laufzeit fällt die Monatsrate wesentlich geringer aus als bei normalen Volltilgerdarlehen. Bei Auszahlung des Vertrags erhält der Darlehensnehmer wie üblich seine Kreditsumme. Mit der Monatsrate wird einerseits der Kreditzins für das Annuitätendarlehen beglichen und andererseits der Bausparvertrag angespart. Nach rund 10 bis 12 Jahren ist es dann so weit: Der Bausparvertrag ist zuteilungsreif und das Bausparguthaben daraus wird teilweise zur Tilgung des Annuitätendarlehens genutzt.
Die monatliche Rate eines Konstant-Darlehens bleibt wie bei einem Annuitätendarlehen gleich. Dadurch eignet sich diese Kreditform für sicherheitsorientierte Immobilienkäufer und Häuslebauer.

Zinsbindung:
Konstant-Darlehen haben in der Regel eine sehr lange Laufzeit von ca. 30 Jahren, damit die monatliche Rate relativ günstig bleibt.

Sondertilgungen
:
Dadurch, dass hier Bausparverträge mit in die Finanzierung eingebunden werden, können bei den zugeteilten Bausspardarlehen Sondertilgungen in beliebiger Höhe vorgenommen werden.

Fazit:

Die Monatsrate bleibt von Anfang bis Ende des Kredites gleich und somit eignet sich die Finanzierungsform für sicherheitsorientierte Darlehensnehmer. Eine Anschlussfinanzierung ist somit nicht nötig. Von Nachteil sind allerdings die Bearbeitungsgebühren und die Abschlusskosten, die ansonsten nicht anfallen.

 

Flex- Darlehen

Die Zinsbindung des Flex-Darlehens ist nicht für 5,10 oder 15 Jahre festgeschrieben, sondern wird alle 3 oder 6 Monate an den aktuellen Geldmarktzinssatz "EURIBOR" angepasst. EURIBOR ist der offizielle Zinssatz, zu dem sich große europäische Banken untereinander Geld leihen. Er orientiert sich am Leitzinssatz der Europäischen Zentralbank und wird jeden Tag in der Zeitung veröffentlicht, so dass auch die vierteljährlichen oder halbjährlichen Zinsanpassungen völlig nachvollziehbar sind.)

Zinsbindung:
Die Zinsbindung beträgt 3 oder 6 Monate und wird danach automatisch wieder verlängert. Somit sprechen wir hier auch von einem variablen Darlehen.

Sondertilgungen
:
Sondertilgungen können in beliebiger Höhe nach Ablauf der Zinsbindung geleistet werden (z.B. nach 3 Monaten). Dadurch ist das Fex-Darlehen absolut flexibel.

Fazit:

Durch die guten Sondertilgungsmöglichkeiten kann das Darlehen alle viertel oder halbes Jahr komplett zurück gezahlt werden und somit fällt keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Außerdem kann das Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung jederzeit in ein Festzinsdarlehen umgewandelt werden. Die Zinsen können alle 3 Monate deutlich steigen und so zu einer höheren Belastung führen. Außerdem fallen hier in der Regel Bearbeitungsgebühren von 0,5 % bis 1,0 % der Darlehenssumme an.

 

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